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Das Konzept der Investmentfonds

In einem Investmentfonds wird das Geld mehrere Anleger gebündelt und in unterschiedlichen Anlagebereichen investiert. Je nach Fondstyp wird das Geld nach vorher festgelegten Anlageprinzipien investiert ("Fondskategorien"). Der Nutzen der Investmentfonds besteht darin, dem Anleger mehrere Vorteile gleichzeitig zu ermöglichen:

  • Marktzugang - auch Kleinanleger können über Investmentfonds in Vermögensgegenstände und Märkte investieren, die Ihnen ansonsten verschlossen bleiben. Aufgrund der Bündelung der Anlagebeträge im Fonds kann dieser an den Finanzmärkten als Großkunde auftreten und dadurch bessere Konditionen erzielen und wirtschaftlicher investieren.

  • Professionelles Management - die Investmentgesellschaften betreiben die Auswahl von Anlagegegenständen und die Beobachtung der Märkte professionell, wovon der Anleger profitiert ohne sich selbst ein entsprechendes Fachwissen aneignen zu müssen.

  • Risikostreuung - Investmentfonds haben das Prinzip der Risikostreuung zu beachten und dürfen das Fondsvermögen etwa nicht in einen einzigen Vermögensgegenstand investieren. Durch die Streuung des Geldes auf verschiedene Anlagegegenstände wird das Anlagerisiko erheblich reduziert.

  • Liquidität - Investmentfondsgesellschaften sind verpflichtet, die Anteile ihrer Anleger börsentäglich zum aktuellen Wert zurückzukaufen. Anders als etwa bei Einzelaktien, die an der Börse ausschließlich nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage handelbar sind, kann der Anleger schnell und ohne großen Aufwand seine Anteile wieder zu Geld machen.

  • Hohe rechtliche Sicherheit - das Geld der Anleger bildet ein sogenanntes Sondervermögen, welches zu keinem Zeitpunkt in das Eigentum der Bank oder Fondsgesellschaft übergeht. Besondere Deutlichkeit erlangt dieser Sonderstatus im Konkursfall der Fondsgesellschaft oder der Depotbank: das Fondsvermögen befindet sich außerhalb der Konkursmasse, die Konkursgläubiger haben darauf keinen Zugriff. Am Besten ließe sich dies mit einem Banksafe vergleichen, zu dem ausschließlich der Anleger über einen Zugangsschlüssel verfügt.

  • Mehrstufige Kontrolle - Investmentfonds unterliegen der Kontrolle der jeweiligen Depotbank. Ihre Gebarung ist von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu überwachen. Investmentfonds unterliegen weiters der staatlichen Genehmigung sowie der strengen Kontrolle der jeweiligen Finanzmarktaufsicht. Diese mehrstufige Kontrolle schützt den Anleger vor Missbrauch und Intransparenz. Kaum eine andere Anlageart ist in dieser Hinsicht so sicher und gut überwacht.

  • Endbesteuerung - in Österreich steuerpflichtige Privatanleger, die ihre Anteile auf einem inländischen (i.e. österreichischem) Depot verwahren, kommen grundsätzlich in den Genuss der Endbesteuerung. Wie etwa bei der Besteuerung der Zinserträge auf einem Sparbuch wird die Steuer von der Depotbank berechnet und anonym abgeführt. In diesem Fall muss sich der Anleger nicht weiter um die steuerliche Behandlung seines Investments kümmern.